NACHRICHTEN


Erlebniswochenende der Jugendfeuerwehr
Vom "Einsatz" bis zur Nachtwanderung war alles dabei

Am letzten Septemberwochenende führte die Jugendfeuerwehr Adorf ein Erlebniswochenende durch. Los ging es am Freitagnachmittag mit einer gemein-samen Ausbildung der kleinen Floriansjünger und Mitgliedern der Einsatz-abteilung am Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ). Dabei wurde den Jungen und Mädchen durch die erfahrenen Kameraden gezeigt, wie mit hydrau-lischem Rettungsgerät, Rettungsschere und Rettungsspreizer, eine verletzte Person aus Fahrzeugen befreit werden kann und wie die Geräte funktionieren. Mit Unterstützung konnten die kleinen Einsatzkräfte auch selbst mal einen Schnitt wagen. Doch so eine Arbeit kostet Kraft. Daher ging es nach getaner Ausbildung zur Stärkung zurück ins Adorfer Feuerwehrhaus. Hier wartete schon das verdiente Abendessen.

Das Nachtlager wurde anschließend wie es sich für eine „Wachschicht“ der Feuerwehr gehört, im Feuerwehrhaus aufgeschlagen. Doch das sollte es für diesen Tag noch nicht gewesen sein. Als nur noch der Vollmond durch die Wolken schaute ging es zur Nachtwanderung über die Adorfer Höhen. Unterwegs mussten im Dunkeln Schläuche gekuppelt werden, ging es an einem Seil von Baum zu Baum und schließlich war sogar ein kleines Lagerfeuer zu löschen, was unachtsame Wanderer hinterlassen hatten. Zwischen den Bäumen und auf den Feldern trieben Geister und Kobolde ihr Unwesen. Irrlichter versuchten die Nachtwanderer vom Wege abzubringen. Doch gemeinsam sind wir stark und so hatten die Gespenster keine Chance. Müde und geschafft fanden nach der Wanderung alle in den wohlverdienten Schlaf.

Am nächsten morgen begann der Tag mit einem zünftigen Frühstück. Frisch gestärkt ging es wieder ins FTZ wo eine Löschübung mit der Einsatzabteilung anstand. Viel war los an diesem Sonnabend am FTZ. Zeitgleich fand nämlich die Gründung der sächsischen Kinderfeuerwehr statt. Viele Zuschauer waren bei der Ausbildung also garantiert. Die gemeinsame Ausbildungseinheit mit den Feuerwehrmännern und Feuerwehr-frauen machte die Kinder sichtlich stolz. Wieder in Adorf angekommen fand das Erlebniswochenende mit einem gemütlichen Mittagessen ein tolles Ende. Es war anstrengend und aufregend aber der Spaß kam dabei nie zu kurz. Viele neue Eindrücke konnten unsere jungen Persönlichkeiten dabei gewinnen. Drei neue Mitstreiter haben wir auch für unsere Jugendfeuerwehr begeistert.

Wir danken den Eltern der Kinder und den Mitgliedern der Einsatzabteilung herzlich für die tolle Unterstützung. Es war ein wunderbares Wochenende.

Verstärkung wird immer gesucht

Natürlich sucht die Jugendfeuerwehr Adorf immer Jungen und Mädchen zur Verstärkung. Eltern können uns gern persönlich ansprechen, eine Email schreiben (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder gern zu den Jugendfeuerwehrdiensten (freitags ab 17.30 Uhr) am Feuerwehrhaus Adorf vorbeikommen. Die Termine sind im Schaukasten am Feuerwehrhaus ausgehangen. Wir erklären alles rund um unsere Jugendarbeit und einer sehr sinnvollen Freizeitbeschäftigung.

 


387.408 Stunden in der Feuerwehr Adorf
Dienstältester Adorfer Feuerwehrmann geehrt

Am 10. September 2015 fand nach dem Ausbildungsdienst eine ganz besondere Ehrung statt. Unserer Kamerad Michael „Max“ Drescher feierte einen Tag zuvor seinen 60. Geburtstag und ist damit dienstälteste Einsatzkraft der Feuerwehr Adorf. Kamerad Drescher trat am 30. Juni 1971 in die Feuerwehr ein und ist zu Tag der Ehrung 387.408 Stunden oder besser gesagt 44 Jahre Mitglied unserer Einsatzabteilung. Ein Ständchen und eine Urkunde durfte zum Jubiläum natürlich nicht fehlen. Michael Drescher, der von allen nur Max genannt wird, war und ist ein engagierter Feuerwehrmann für den das Ehrenamt seit jeher mehr ist als nur irgendein ein Hobby. Wir danken Michael Drescher herzlich für seinen jahrelangen Einsatz. 


Ein "Dankeschön" der anderen Art
Partyservice überrascht Einsatzkräfte

Da staunten die Adorfer Feuerwehrleute nicht schlecht, als zum Ausbildungsbeginn am 3. September 2015 das Team des Partyservice Häusler durch die Tür kam und ein zünftiges Abendbuffet aufbaute. Vorausgegangen war ein Einsatz bei der Familie Häusler und Hochstein Ende Juli. Dabei brannte eine 120 Jahre alte Linde welche direkt an das Wohnhaus der Familie angrenzte. Es folgte ein relativ komplizierter Löscheinsatz der verhinderte, dass sich das Feuer auf das Wohnhaus eines Dreiseitenhofes ausbreiten konnte. Der Einsatz dauerte bis in die späten Nachtstunden. Jetzt folgte das Dankeschön mit einer sehr gelungenen Überraschung. Nach dem Ausbildungsdienst mit dem Thema Atemschutznotfall konnten sich die Einsatzräfte am Buffet wieder stärken. Wir danken der Familie Hochstein herzlich für diese leckere Überraschung und der damit verbundenene Anerkennung unserer Arbeit.
www.partyservice-haeusler.de


Ausbildungsgruppe „Gerätesatz Absturzsicherung“ gegründet
Beste Bedinungen am FTZ

Für eine tiefgründigere Ausbildung mit dem Gerätesatz Absturzsicherung wurde zu Beginn des Jahres eine eigene Gruppe gegründet. Diese derzeit sieben Kameraden werden durch den stellvertretenden Wehrleiter Stefan Grabner gezielt geschult. Kamerad Grabner ist als Brandmeister der Berufsfeuerwehr Chemnitz auch im Höhenrettungsdienst tätig. Er verfügt somit über die entsprechenden Erfahrungen und das notwendige Ausbildungswissen. Am 6. August 2015 testete die Gruppe das erste Mal die neuen Möglichkeiten am Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ). Fazit: Super Bedingungen für eine perfekte Ausbildung die auch noch Spaß macht.

Fotos: Denny Michel (FF Adorf)


Landrat übergibt Ausbildungs- und Trainingszentrum
Einmaliges Projekt in Sachsen - wir sind dabei!
Pfaffenhain. Am 30. Mai 2015 übergab Landrat Frank Vogel im Beisein des Staatssekretärs Dr. Michael Wilhelm, des Landesbranddirektors René Kraus, zahlreicher Bürgermeister, Vertretern der Wirtschaft, Wehrleitern und Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren das Ausbildungs-, Schulungs- und Trainingszentrum der Feuerwehren im Erzgebirgskreis. Knapp zwei Jahre hat die Umsetzung des sachsenweit einzigartigen Projektes gedauert, bei dem neben dem zentralen Standort in Pfaffenhain auch fünf weitere dezentrale Ausbildungsstandorte im Olbernhau, Raschau-Markersbach, Schneeberg, Thermalbad Wiesenbad und Zschopau für die Feuerwehren errichtet wurden. Realisiert wurde die Maßnahme als Gemeinschaftsprojekt von Landkreis, Kommunen, Feuerwehren und Kreisfeuerwehrverband sowie durch die Bereitstellung von 810.000,00 Euro Fördermittel im Rahmen des Modellprojektes „Impulsregion-innovative Wege in der regionalen Daseinsfürsorge" durch den Freistaat Sachsen. Und nicht zu vergessen durch Unterstützung aus der Wirtschaft und enorme Eigenleistungen durch Kameradinnen und Kameraden. Allein am Standort Pfaffenhain wurden weit über 2.700 Stunden geleistet.

 

Einen besonderer Dank in Form eines Blumenstraußes durfte Herrn Referatsleiter Christoph Stahl entgegennehmen, der sich in den vergangenen Monaten federführend für die Umsetzung des Projektes stark gemacht, Fördermittelanträge geschrieben, Gespräche geführt, Eigenmittel aus der Wirtschaft eingeworben und letztendlich sogar selbst mit Schaufel und Besen mit angepackt hat. Im Ergebnis stehen nun zahlreiche Übungsmöglichkeiten für die Feuerwehren zur Verfügung, die am Standort einer Feuerwehr nicht oder nur mir enormen Aufwand realisiert werden könnten -und genau das war die Zielstellung. An einigen dieser Übungsobjekte waren im Rahmen der Übergabe bereits Feuerwehren im Einsatz. So erfolgte die Rettung einer Person mittels Rettungsplattform aus einem Linienbus, der Transport von Ausrüstung und Patienten mit Bahnrollwagen auf dem eigens dafür errichteten Gleisabschnitt, ein Lkw wurde mit Greifzug und Seilwinde eines Rüstwagens von einem Pkw gehoben und auch in den verrauchten Übungscontainern waren schon Einsatzkräfte unter Atemschutz zu sehen. Zahlreiche weitere Ausbildungs- und Übungselemente von der Trümmerstrecke über den Elektroparcour bis zur Unfallgrube wurden von den Kameradinnen und Kameraden intensiv in Augenschein genommen. Die Nachwuchsförderung spielte bei der Vorbereitung und Umsetzung des Gesamtprojektes ebenfalls eine ganz wichtige Rolle: So besteht nun für die Jugendfeuerwehren die Möglichkeit neben Ausbildung, Spiel, Sport und Spaß sowohl in Raschau-Markersbach als auch in Pfaffenhain zu übernachten; ein Teil der Zeltstadt, der Grillplatz sowie die Sanitär- und Aufenthaltsräume konnte besichtigt werden und auch die Rasenfläche zum Fußballspielen wurde gleich intensiv genutzt.

Die Feuerwehr Adorf beteiligte sich im Vorfeld bei vielen Arbeitseinsätzen und auch am Tag der Übergabe waren wir am neuen Ausbildungszentrum präsent. Das Ausbildungselement „Schaumkule" wurde von uns betreut. Die Jugendfeuerwehr übernahm gemeinsam mit den Jugendwehren Jahnsdorf und Zwönitz den Stand des Nachwuchses und sorgen unter den kleinen Besuchern des Festes für viel Spaß und Kurzweil.

Bilder Denny Michel, Bernd Bochmann