Feuerwehr Adorf erhält Hilfe aus der Luft
Multicoper erweitert den Technikpark

Die Feuerwehr Adorf erhält für die Bewältigung der vielfältigen Einsatzszenarien zukünftig Unterstützung aus der Luft. Seit Mitte Mai 2020 sind wir mit einer hochmodernen Einsatzdrohne ausgestattet. Damit können sich vor allem die Führungskräfte viel präziser und schneller einen Lageüberblick verschaffen. Bei dem Fluggerät handelt es sich um ein Drohne von DJI Typ Mavic 2 Enterprise Dual. Durch die verbaute Kameraeinheit, welche sowohl visuelle Bilder als auch Wärmebilder zeitgleich aufnehmen kann, ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Bereichen. Die Drohne soll sich bei der Lageerkundung, bei der Suche nach Glutnestern oder Wärmequellen, bei sogenannten Flächenlagen oder bei der Suche nach vermissten Personen als nützlich erweisen. Vielerlei Gefahren können so von den Einsatzkräften ferngehalten werden.

                        
 
Die Adorfer Wehr hat zur Betreibung des Multicopers einen Pilotengruppe, die aus acht Gruppenführeren besteht, ins Leben gerufen. Die Piloten absolvieren derzeit eine Standortausbildung, welche sich über 50 Einheiten erstreckt. Die Piloten werden dabei nicht nur technisch fit gemacht sonder auch rechtlich eingwiesen.
Neben der kombinierten Kamera verfügt das Fluggeräte über Einzelmodule in Form von Doppel-LED-Scheinwerfern mit 2500 Lumen, einem Lautsprecher (100 dB) und einem Antikollisionslicht. Zudem warnt das AirSens-System vor weiteren Luftfahrzeugen. 

Bei der Planung und schließlich der Beschaffung konnte die Wehr auf den erfahrenen Adorfer Copterpiloten Jörg Vogel zurückgreifen. Jörg Vogel wird auch die Ausbildung der Piloten übernehmen. 
Zukünftig kann die Adorfer Drohneneinheit, zu der auch ein System zur Bildübertragung auf einen separaten Monitor gehört, als Amtshilfe angefordert werden.
Trotz der anfänglichen Skepsis findet diese noch junge Technologie mittlerweile Eingang in den Alltag von immer mehr Feuerwehren. Wer sich zurückerinnert, kann Parallelen zur Einführung der Wärmebildkameras (WBK) entdecken, die vor rund 20 Jahren ebenfalls neue einsatztaktische Möglichkeiten eröffneten. Im Erzgebirgskreis nutzen bereits die Feuerwehren Beierfeld, Olbernhau sowie die Bergwacht Carlsfeld diese Art der Technik.

 

 

 

Top Nachricht

Hilfe aus der Luft 
Adorfer Wehr stellt Drohne in Dienst

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Letzter Einsatz

15. Juli 2020
Gefahrguteinsatz geht glimpflich aus

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